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Automatikgetriebe vs. Handschaltung

Die Entscheidung zwischen Automatikgetriebe und Handschaltung gilt unter Autofahrern noch immer als kontrovers. Während Fahrpuristen in Europa, im Angesicht der fortschreitenden Automatisierung des Autos, auf die Handschaltung als verbindendes Kontrollelement zwischen Mensch und Maschine schwören, stellt sich die Situation im Ausland anders da. Auf US-amerikanischen Straßen etwa sind Fahrzeuge mit manueller Schaltung eine echte Rarität, der dortige Markt bevorzugt bereits seit etlichen Jahren die vollautomatische Variante.

Doch auch hierzulande verändert der technologische Fortschritt das Kauf- und Fahrverhalten: Der jährlich erscheinende DAT-Report verzeichnet seit geraumer Zeit eine steigende Tendenz Richtung Automatikgetriebe: Demnach entscheidet sich schon heute knapp jeder fünfte Neuwagenkäufer in Deutschland für einen Wagen ohne manuelle Schaltung. Doch diese Entwicklung spiegelt sich in der teilweise stark emotionalisierten Debatte um die Wahl des vermeintlich besseren Getriebes nicht wider. Dabei gibt es fernab jeglicher Gefühlsregung gute sachliche Gründe für beide Getriebetypen.

Schalten und walten

Die Entscheidung für eine automatische oder manuelle Schaltung ist in erster Linie eine Frage persönlicher Präferenz. Was für den einen Komfort und erleichterte Bedienung bedeutet, empfindet der andere als erhebliche Einschränkung des Fahrgefühls. Beide Ansichten sind legitim, ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht! Schließlich hat nicht jeder Freude am ständigen Wechselspiel mit Kupplung und Gangschaltung. Im Gegenteil stellt insbesondere die Anfahrt nicht nur für Fahranfänger eine lästige, wenn nicht sogar mit Stress verbundene Angelegenheit dar. Angesichts steigender Verkehrsdichte verspricht die automatische Anfahrt ein wenig Linderung im nervenzehrenden Stop-and-go. Auch das Abwürgen an der Ampel oder die unliebsame Anfahrt am Berg sind Probleme der Vergangenheit.

Richtig ist andererseits ebenso, dass ein Automatikgetriebe ein bestimmtes Fahrverhalten vorgibt, in der Handhabung erlaubt die manuelle Schaltung dem Fahrer wesentlich mehr Spiel- und Entfaltungsmöglichkeiten. Letztendlich ist es also eine Abwägung, zugunsten von Komfort auf individuellen Fahrstil zu verzichten oder eben nicht.

Sonntagsfahrer und lahme Enten?  

Besonders hartnäckig hält sich die Überzeugung, dass Fahrspaß und Automatik Widersprüche seien. Doch moderne Getriebetechnik ermöglicht sehr wohl das vielbeschworene dynamische Fahrgefühl ohne spürbare Zugkraftunterbrechung. Unverändert gilt: Große Motoren machen mit Automatik genauso viel Spaß wie mit Handschaltung, bei weniger sportlichen Modellen ist das Argument ohnehin hinfällig.

Wer meint, andere aufgrund der Wahl des Getriebes als schlechtere Fahrer diffamieren zu müssen, erliegt einem völlig deplatzierten Überheblichkeitsgefühl. Nicht selten speist sich dieses aus einem unzeitgemäß chauvinistischen Verständnis des Autofahrens. Um auch mit diesem Klischee endgültig aufzuräumen, sei deshalb an dieser Stelle mit Verweis auf den bereits zitierten DAT-Report noch einmal erwähnt, dass sich statistisch gesehen deutlich mehr Männer für Automatikmodelle entscheiden als Frauen. Bei derartigen Ressentiments ist Abschalten also ausdrücklich erlaubt!

Kosten

Ein wesentlich relevanterer Punkt sind hingegen, die mit der Anschaffung eines Automatikgetriebes verbundenen Kosten. Denn ein manuelles Getriebe ist aufgrund günstiger Herstellungskosten im Unterschied zur Automatik mit keinem Aufpreis verbunden. Die klassische Kupplung ist jedoch ein (je nach Handhabung) besonders anfälliges Verschleißteil und erfordert regelmäßige Wartung. Automatikgetriebe hingegen sind wartungsfrei, behaupten zumindest die Hersteller. Wir raten Dir unabhängig des Getriebetyps in jedem Fall zum regelmäßigen Werkstattbesuch.

Weiterhin zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang der Verbrauch. Die Handschaltung ermöglicht, aufgrund des größeren Einflusses des Fahrers, generell eine spritsparende Fahrweise. Dies setzt allerdings ebenfalls entsprechendes Können voraus, denn der vermeintliche Vorteil verpufft schnell, wenn Du erst bei hohen Drehzahlen in den nächsten Gang schaltest. Automatisierte Getriebe werden dank ECO-Fahrprogrammen und Assistenzsystemen stetig effizienter.  

Komm in die Gänge!

Auch wenn manch Fahranfänger die Worte „langsam kommen lassen“ nicht mehr hören kann, ist es aus pädagogischer Sicht sinnvoll, während der Ausbildung das manuelle Schalten zu lernen. Ein späterer Wechsel hin zur Automatik geht wesentlich einfacher von der Hand als das umgekehrte Szenario. Außerdem erfordert die Handschaltung zum Beginn Deiner Karriere als Autofahrer ständige Konzentration. Die so bedingte erhöhte Aufmerksamkeit hilft Fahranfängern, sich im Verkehrstreiben nicht in Tagträumen zu verlieren.

Fazit

Zugegeben haben wir die Unterschiede zwischen verschiedenen Getriebetypen bis hierher, zugunsten der grundsätzlichen Thematik, stark vereinfacht. Doch Automatik ist nicht gleich Automatik! Tatsächlich gibt es zwischen manuellem Schaltgetriebe und Wandler-Automatik eine Vielzahl an unterschiedlichen Abstufungen. Die dahinterstehende Frage bleibt jedoch unverändert: Legst Du größeren Wert auf Fahrkomfort oder möchtest Du in jeder Situation die volle Kontrolle? Keinesfalls solltest Du Dich in Deiner Kaufentscheidung von veralteten Vorurteilen beeinflussen lassen. Unbedingt empfehlenswert sind hingegen ausgedehnte Probefahrten, um ein Gespür für das jeweilige Getriebe zu entwickeln!

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